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Alkoholprävention dank HaLT auf gutem Weg

Wittmunder Regionaltreffen mit den beteiligten Institutionen zieht eine positive Bilanz

Zu einer Jahresbilanz 2010 trafen sich die Verantwortlichen von Jugendamt, Ordnungsamt, Polizei, Kreiskrankenhaus, Suchtberatungsstelle der Diakonie Wittmund sowie des Präventionsrates im Harlingerland in den Räumlichkeiten des Polizeikommissariats Wittmund.

Zu Beginn wurden von Frau Aschenbeck und Frau Heyen – beide von der Fachstelle Sucht und Suchtprävention des Diakonischen Werkes Harlingerland – nochmals eindringlich die Gefahren des grenzenlosen Alkoholkonsums vorgestellt.So gehöre das Ausprobieren von Alkohol mehr oder weniger zum Erwachsenwerden dazu. Jedoch werde der Alkoholkonsum gefährlich, wenn er exzessiv stattfindet. Der Konsum von hochprozentigem oder großen Mengen Alkohol kann lebensgefährlich werden.

Immer wieder werden Jugendliche unter starkem Alkoholeinfluss oder sogar bewusstlos von der Polizei aufgefunden bzw. zur körperlichen Entgiftung ins Krankenhaus eingeliefert. In diesem Zusammenhang kann die Polizei oder das Krankenhaus den Betroffenen und Erziehungsberechtigten einen Kontakt zur Fachstelle Sucht vermitteln. Hierzu ist eine Schweigepflichtsentbindung gegenüber der Fachstelle nötig, damit diese im Rahmen des sogenannten „Reaktiven Bausteins“ auf die Betroffenen zugehen und Unterstützung anbieten kann.In dieser, für die Jugendlichen und Angehörigen in der Regel peinlichen Situation ist es der Fachstelle Sucht wichtig, die Betroffenen im Sinne einer Verhütung von schlimmeren Folgen möglichst frühzeitig zu erreichen. „Wir können ihnen, wenn sie dazu bereit sind, wichtige Informationen zum klugen Umgang mit Alkohol und auch über den Schutz gegen mögliche Gefahren vermitteln“, so Ruth Aschenbeck.

Seitens des Präventionsrates im Harlingerland stellte Frau Birgit Wessels die vielfachen Aktivitäten des letzten Jahres dar. In zahlreichen Veranstaltungen wurden die Mitarbeiter von Gastronomiebetrieben und Einzelhandelsgeschäften zu diesem Thema beschult, um einen rechtlich einwandfreien und verantwortungsvollen Umgang beim Ausschank oder Verkauf von Alkohol zu gewährleisten.Gemeinsam mit den Ordnungsämtern und Veranstaltern wurden Leitlinien für die Durchführung von Veranstaltungen wie Scheunenfeten, Schützenfesten und Partyveranstaltungen erfolgreich entwickelt und begleitet.Insbesondere für die Wintermonate werden Unterrichtseinheiten für die Schulen zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol angeboten.In den kommenden Wochen sollen jetzt auch intensive Kontakte zu weiteren Institutionen, wie zum Beispiel den Sportvereinen aufgenommen werden, um auch dort für eine Sensibilisierung zu dem Thema zu werben.

Durch den Leiter des Polizeikommissariats Wittmund und Geschäftsführer des Präventionsrates im Harlingerland, Stephan Zwerg, wurde die Nachhaltigkeit des Projektes an einigen Beispielen dokumentiert: So waren bei den Alkoholtestkäufen von Ordnungsamt und Polizei positive Tendenzen im Harlingerland feststellbar.Bei 85 Betrieben wurden insgesamt 96 Testkäufe von zwei 15 und 16 Jahre alten Jugendlichen durchgeführt. Hierbei lag die Beanstandungsquote mit knapp 25 % so niedrig wie noch nie . Zu Beginn der Maßnahmen im Jahr 2009 lag die Quote noch deutlich über 50 %. Insgesamt sind 20 Bußgeldverfahren eingeleitet worden.

Auch die Anzahl der gefährlichen Körperverletzungen unter Alkoholkonsum im Zusammenhang mit Festen im hiesigen Landkreis spricht eine deutliche Sprache: So wurde im Landkreis Wittmund entgegen des allgemeinen Trends im Jahr 2009 bereits ein Rückgang um 27 % der Taten registriert, im laufenden Jahr 2010 ist ein weiterer, erheblicher Rückgang erkennbar. Dazu kommen weniger Polizeieinsätze bei den durch „HaLT“ begleiteten Festen wegen hilflosen Personen, Beleidigungen oder Sachbeschädigungen, die nicht selten im Zusammenhang mit erheblichem Alkoholkonsum stehen.

Durch die Polizei hat es im laufenden Jahr bislang 28 gezielte Veranstaltungskontrollen gegeben, dabei sind insgesamt 122 Minderjährige in so alkoholisiertem Zustand angetroffen worden, dass gefahrenabwehrende Maßnahmen eingeleitet werden mussten.

Im Ergebnis kann man feststellen, dass bei einer Hochrechnung der eingesparten Kosten für Personen- und Sachschäden sowie Gesundheitsfolgen die Kosten für das Projekt – die insbesondere durch den Landkreis Wittmund und die Krankenkassen getragen werden - in kurzer Zeit aufgewogen wären.

Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten zu dem Projekt gibt es beim Präventionsrat im Harlingerland unter 04462 / 911 229.

Vorbeugende, vertrauliche und kostenlose Beratung gibt es bei der Fachstelle Sucht der Diakonie in Wittmund, Drostenstrasse 14, Tel. : 0 44 62/88 09 50.